Nächste Vorstellung: 12. Oktober, 20:15 Uhr
Kino ist Weltaneignung, etwas, das unsere Lebenserfahrung nicht nur bereichert, sondern verlängert, hält Andrej Tarkowski in seinem Essay "Die versiegelte Zeit" fest. Die Vermutung liegt nahe, dass der sowjetische Regisseur dabei auch über sein im Jahr vorher erschienenes Werk "Nostalghia" reflektiert. Das Film-gewordene Gemälde erzählt von einer Reise nach Italien, die zum Sinnbild für eine unaufhörliche Suche nach der verlorenen Verbundenheit, nach Gemeinschaft, wird. Und das greift der Film mit dem 1978 in Italien verabschiedeten Gesetz zur Schließung psychiatrischer Anstalten, um gemeindenahe Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen zu stärken, auf. "Freiheit heilt" ist das Motto, mit dem sich diese Herangehensweise zusammenfassen lässt - und das bis heute nichts an seiner Kraft verloren hat.
… anlässlich der Woche für seelische Gesundheit und mit einem anschließenden Filmgespräch!
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